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Imbolc Nachlese

Posted on 2/6/2010 at 12:38:48 PM

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Das Ende dieses kalten und langen Winters kündigt sich an einigen Orten inzwischen an, auch wenn an anderen Stellen noch meterhoch Schnee liegt. Besonders in dieser Woche war sie aber zumindest vor meiner Haustür wieder deutlich sichtbar: die Zeit um Imbolc, der Tag an dem man morgens merkt, dass die Luft wieder nach Frühling riecht.
Da Imbolc mal wieder in die Klausurwoche fiel, feierte ich erst am Freitag nach, dafür umso entspannter und ohne den Kopf voll mit anderen Dingen zu haben. Der Altar war in weiß und grün geschmückt, sybolisch für den endenden Winter und den Beginn des Frühlings. Die Dekoration fiel auch eher sparsam aus, da auch in der Natur noch längst nicht die Zeit der Fülle angebrochen ist. Zur Feier des Tages gab es sehr leckere Apfel-Eierkuchen und einen Heidelbeerwein.

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Beim Ritual ging es natürlich um die Themen, die an Imbolc anstehen: vor allem Reinigung, Visionssuche und erste Planung, wobei Brigid wie immer mit von der Partie war. Wie das Online-Orakel schon angedeutet hatte gibt es in diesem Jahr viel zu tun und beim Ritual wurde deutlich welcher Weg einzuschlagen ist. Als kleines Symbol des Wachstums und der Schaffenskraft diente ein Päckchen Kresse, das eingesäät wurde und hoffentlich - ebenso wie die Wünsche für das Jahr - gedeiht.

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Jetzt steht die Zeit der Reinigung an. Auch zu diesem Thema habe ich mir Gedanken gemacht. Natürlich geht schon seit einigen Wochen der Frühjahrsputz im Hexenhäuschen vor sich, es wird entrümpelt und gründlich geputzt. Aber auch Dinge, die schon ewig hinausgeschoben wurden, sind jetzt wichtig um Platz zu schaffen für Neues. Auch meinem Körper will ich wieder mehr Aufmerksamkeit schenken. Die Ernährung geht damit in nächster Zeit wieder zurück zu den Wurzeln, wieder mehr selber kochen, ursprünglich und mit einheimischen und saisonalen Zutaten. Auch auf Süßkram will ich bis Ostara erstmal verzichten. Eigentlich sollte das alles selbstverständlich sein, aber gerade in stressigen Prüfungsphasen greift man doch immer wieder zu Fertiggerichten. Mehr Trinken steht auch unbedingt auf dem Plan. Passend dazu fiel mir in der Woche mal wieder ein neuer (naja, neu für mich) Tee in die Hand, der umgehend verköstigt und für gut befunden wurde, weil er sehr fruchtig nach weißem Hibiskus, Orange und Vanille schmeckt. Dann kann die Zeit der Reinigung also kommen.

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Wegweiser 2010

Posted on 2/3/2010 at 6:22:40 PM

Pläne schmieden für 2010 bedarf manchmal eines Wegweisers. Oder einer virtuell gezogenen Karte. Inzwischen schon auf mehreren Blogs gesehen und für gut befunden:

Ziehen einer Sign-Karte.

Meine ist folgende:

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Ich übernehme die Führung.

Das JA,
das kann ich mir nur selber geben.
Kein Mensch hat diese Macht.
Unmöglich.
Und auch das NEIN.
Kein Andrer, außer mir.
Dann werde ich mich wohl entscheiden.
Wie gut, zu wissen, wo ich hingehör’.

Nimm jetzt die Haltung ein, die dich unterstützt,
der oder die zu sein, die du sein willst.
Es liegt in deiner Hand, ob du aufrecht
oder kriechend durchs Leben gehst. Du hast die Wahl.
Entscheide selbst, ob du ein gut gelebtes Leben lebst,
oder ob du den Traum davon vor dir herschiebst,
bis er dir eines Tages auf den eigenen Sargdeckel fällt.
Verwandle dein Leben hier und jetzt in ein Paradies.
Wenn plötzlich auch die kleinsten Dinge wunderschön sind,
wirst du dir deines Reichtums bewusst.

Das klingt gut… und anstrengend. Es liegt viel an im kommenden Jahr…

Weihnachten im Schuhkarton

Posted on 11/24/2009 at 10:10:19 AM

Auf den allerletzten Drücker habe ich im Laufe der letzten Woche an die Aktion “Weihnachten im Schuhkarton” gedacht. Es ist schon etliche Jahre her, dass ich mitgemacht hatte und ich hatte damals viel Spaß bei der Sache. Auch bei Karmi hatte ich zwischendurch von der Aktion gelesen und wollte unbedingt wieder mitmachen. Dieses Jahr wäre es fast zu spät gewesen, denn der Termin für die Abgabe an einer der Sammelstellen war schon verstrichen. Immerhin konnte man die Geschenke noch direkt nach Berlin schicken und genauso habe ich es dann auch gemacht. Ich habe mich für einen Jungen von 2-4 Jahren entschieden und konnte sogar noch den Bär von der Aktion begeistern, der dann ein Mädchen von 5-9 beschenken wollte. Es war gar nicht so leicht Sachen zu finden, die man auch einpacken darf, denn die Zollbestimmungen wissen so manche gute Idee zu vereiteln. Ich hoffe nächstes Jahr denke ich eher an dieses schöne Projekt, auch wenn man Anfang November noch nicht so richtig in der Stimmung für Weihnachtsgeschenke ist. Inzwischen lassen sich auch kleine Berichte dazu online finden, hier mal einer, der vielleicht Lust macht im nächsten Jahr (wieder) mitzumachen…

Ozeaneum

Posted on 11/17/2009 at 7:03:07 PM

Mein “Urlaub” führte mich einmal mehr an die Ostsee, wenn auch nur für wenige Tage. Diesmal stand das Ozeaneum in Stralsund auf dem Programm. Bisher kannte ich nur das Meereskundemuseum, aber man kann durchaus sagen, dass das Ozeaneum eine Steigerung ist. Die Hallen sehen mit den hellen Betonwänden ein wenig unfertig aus, aber die Bauarbeiten scheinen beendet. Der Eintritt ist angesichts des Projektes durchaus gerechtfertigt und nicht überzogen.

An der oberen Scheibe finden sich die Entfernungen bekannter Hafenstädte.

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In den Treppenaufgängen begrüßen den Besucher riesige Walskelette, eines davon liegt auf dem Grund des größten Aquariums der Anlage (dem Schwarmfischbecken), das immerhin eine Million Liter Seewasser fasst.

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Der Aufbau des Museums ist etagenweise gegliedert, ganz oben geht es mit der Theorie los. Diese ist allerdings durchaus leicht verdaulich dargestellt, man kann selbst viel herausfinden, anfassen, zuordnen. Plankton wurde zur besseren Veranschaulichung um ein vielfaches vergrößert,  aus Plastik nachgestellt und hängt wie eine umfangreiche Tupperdosensammlung von der Decke.

Neben vielen Exponaten ist auch der oft gezeigte Tiefseeanglerfisch zu finden. Er lebt in einer Tiefe von absoluter Dunkelheit und das Weibchen kann mit seiner leuchtenden “Angel” Beute anlocken, die so vermutlich von seinen vielen, spitzen Zähnen abgelenkt ist. Sobald es die erblickt, ist es aber in den meisten Fällen bereits zu spät: der Fisch reißt sein Maul auf und saugt die Beute durch den entstehenden Unterdruck förmlich ein. Auch ca. doppelt so große Beute ist dabei kein Problem. Wenn man sich den Fisch so betrachtet wundert man sich nicht mehr wie in Zeiten Jule Vernes gruselige Geschichten über Seeungeheuer eine düstere Faszination ausüben konnten.

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In der mittleren Ebene finden sich schließlich die Aquarien. Natürlich ist die Untwerwasserwelt der Ostsee nicht gerade überwältigend farbenfroh, die bunteren Aquarien mit den schönen Anemonen sind daher eher dem Nordsee-Nordatlantikbecken zuzuschreiben.

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Aber auch die Unterwasserwelten der Ostsee sind sehr schön gestaltet. Zwischen Schiffswracks und untergegangenen Fahrrädern tummeln sich einheimische Fische, die auch in ihrer Schlichtheit einen besonderen Reiz haben.

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Die Lichtverhältnisse sind natürlich eher schwierig, so dass man als Fotograf ziemlich zu kämpfen hat, denn Blitzen ist selbstverständlich verboten. Die Fische, die hinter den Scheiben mehr oder weniger emsig hin und her huschen, kümmern sich wohl auch wenig um ihren Ruhm. Den ein oder anderen Stör aber erwischt man vielleicht doch.

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Der Höhepunkt des Ozeaneums wartet wohl ohne Frage in der untersten Etage und ist ebenso pädagogisch wertvoll wie beeindruckend. Wie auf einem Unterwasser-Sonnendeck liegt man da und betrachtet über sich die Nachbildungen eines Buckelwals, eines Pottwals im Kampf mit einem Riesenkalmar, eines Schwertwals und eines 26m langen Blauwals. Die lebensgroßen Nachbildungen werden nach und nach angeleuchtet während ihre Lebensumstände akustisch genauer beleuchtet werden. Diese Aktion ist in Verbindung mit Greenpeace entstanden und natürlich wird auf die vielfältigen Bedrohungen für die Riesen der Meere hingewiesen. Das Ausmaß dieses Ausstellungsteils lässt sich (nicht nur in Ermangelung eines Weitwinkels ;)) kaum wiedergeben, ebenso wenig wie die ganze Atmosphäre. Alles in allem ist es ein bemerkenswertes Schauspiel, bei dem man sich wie ein kleines, nichtiges Menschlein vorkommt.

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Abschließend kann ich das Ozeaneum nur jedem wärmstens ans Herz legen. Es bietet einen faszinierenden Ausflug in die Welt unter dem Wasser, die man eigentlich so wenig kennt und von der man oft nur ein oberflächliches, verschwommenes Bild hat.

Ende der Sommerpause

Posted on 11/16/2009 at 11:59:21 AM

Lange habe ich hin und her überlegt, was aus diesem Blog werden soll und so hat er den Sommer über vor sich hin gedümpelt. Das ist eigentlich der schlimmste Zustand für solche Internettagebücher, finde ich. Daher habe ich mich nicht für das endgültige Löschen, sondern für das Weiterführen entschieden. Letztendlich hatte ich immer viel Spaß an der Sache und wenn ich mir die alten Einträge ansehe, dann freue ich mich über die schönen Erinnerungen, die meinen bisherigen Weg nachzeichnen.

Natürlich habe ich den Sommer aber nicht untätig verbracht und auch wenn ich hier nicht alles nachholen möchte, soll es doch zumindest noch ein paar spätsommerliche Impressionen geben. In diesem Sinne: Merry meet again. ;)

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