Endlich mal wieder was neues aus dem Hexenkessel. Ein sehr leckerer Salat mit Rapunzeln, nach dem ich zur Zeit nahezu süchtig bin. Vom Geschmack her ist er sehr würzig und würde auch gut in den Herbst passen.
Die Kerne in einer kleinen Pfanne leicht anrösten. Alles andere ggf. waschen, in mundgerechte Stücke schneiden und mischen. Beim Dressing greife ich auf die Fertigvariante zurück, weil sie besser schmeckt als meine kümmerlichen Eigenversuche. ;) Da die Champignons sehr viel Wasser ziehen sollte man den Feldsalat nicht unbedingt trocken schleudern oder beim Dressing mehr Wasser zufügen.
In diesem jahr fiel Ostara etwas umfangreicher aus als gewöhnlich. Ich wollte mir bewusst etwas mehr Zeit dafür nehmen und nach dem langen und harten Winter den Frühling gebührend begrüßen. Hier also ein paar Bilder.
Das Ende dieses kalten und langen Winters kündigt sich an einigen Orten inzwischen an, auch wenn an anderen Stellen noch meterhoch Schnee liegt. Besonders in dieser Woche war sie aber zumindest vor meiner Haustür wieder deutlich sichtbar: die Zeit um Imbolc, der Tag an dem man morgens merkt, dass die Luft wieder nach Frühling riecht.
Da Imbolc mal wieder in die Klausurwoche fiel, feierte ich erst am Freitag nach, dafür umso entspannter und ohne den Kopf voll mit anderen Dingen zu haben. Der Altar war in weiß und grün geschmückt, sybolisch für den endenden Winter und den Beginn des Frühlings. Die Dekoration fiel auch eher sparsam aus, da auch in der Natur noch längst nicht die Zeit der Fülle angebrochen ist. Zur Feier des Tages gab es sehr leckere Apfel-Eierkuchen und einen Heidelbeerwein.
Beim Ritual ging es natürlich um die Themen, die an Imbolc anstehen: vor allem Reinigung, Visionssuche und erste Planung, wobei Brigid wie immer mit von der Partie war. Wie das Online-Orakel schon angedeutet hatte gibt es in diesem Jahr viel zu tun und beim Ritual wurde deutlich welcher Weg einzuschlagen ist. Als kleines Symbol des Wachstums und der Schaffenskraft diente ein Päckchen Kresse, das eingesäät wurde und hoffentlich - ebenso wie die Wünsche für das Jahr - gedeiht.
Jetzt steht die Zeit der Reinigung an. Auch zu diesem Thema habe ich mir Gedanken gemacht. Natürlich geht schon seit einigen Wochen der Frühjahrsputz im Hexenhäuschen vor sich, es wird entrümpelt und gründlich geputzt. Aber auch Dinge, die schon ewig hinausgeschoben wurden, sind jetzt wichtig um Platz zu schaffen für Neues. Auch meinem Körper will ich wieder mehr Aufmerksamkeit schenken. Die Ernährung geht damit in nächster Zeit wieder zurück zu den Wurzeln, wieder mehr selber kochen, ursprünglich und mit einheimischen und saisonalen Zutaten. Auch auf Süßkram will ich bis Ostara erstmal verzichten. Eigentlich sollte das alles selbstverständlich sein, aber gerade in stressigen Prüfungsphasen greift man doch immer wieder zu Fertiggerichten. Mehr Trinken steht auch unbedingt auf dem Plan. Passend dazu fiel mir in der Woche mal wieder ein neuer (naja, neu für mich) Tee in die Hand, der umgehend verköstigt und für gut befunden wurde, weil er sehr fruchtig nach weißem Hibiskus, Orange und Vanille schmeckt. Dann kann die Zeit der Reinigung also kommen.
Pläne schmieden für 2010 bedarf manchmal eines Wegweisers. Oder einer virtuell gezogenen Karte. Inzwischen schon auf mehreren Blogs gesehen und für gut befunden:
Das JA,
das kann ich mir nur selber geben.
Kein Mensch hat diese Macht.
Unmöglich.
Und auch das NEIN.
Kein Andrer, außer mir.
Dann werde ich mich wohl entscheiden.
Wie gut, zu wissen, wo ich hingehör’.
Nimm jetzt die Haltung ein, die dich unterstützt,
der oder die zu sein, die du sein willst.
Es liegt in deiner Hand, ob du aufrecht
oder kriechend durchs Leben gehst. Du hast die Wahl.
Entscheide selbst, ob du ein gut gelebtes Leben lebst,
oder ob du den Traum davon vor dir herschiebst,
bis er dir eines Tages auf den eigenen Sargdeckel fällt.
Verwandle dein Leben hier und jetzt in ein Paradies.
Wenn plötzlich auch die kleinsten Dinge wunderschön sind,
wirst du dir deines Reichtums bewusst.
Das klingt gut… und anstrengend. Es liegt viel an im kommenden Jahr…
Auf den allerletzten Drücker habe ich im Laufe der letzten Woche an die Aktion “Weihnachten im Schuhkarton” gedacht. Es ist schon etliche Jahre her, dass ich mitgemacht hatte und ich hatte damals viel Spaß bei der Sache. Auch bei Karmi hatte ich zwischendurch von der Aktion gelesen und wollte unbedingt wieder mitmachen. Dieses Jahr wäre es fast zu spät gewesen, denn der Termin für die Abgabe an einer der Sammelstellen war schon verstrichen. Immerhin konnte man die Geschenke noch direkt nach Berlin schicken und genauso habe ich es dann auch gemacht. Ich habe mich für einen Jungen von 2-4 Jahren entschieden und konnte sogar noch den Bär von der Aktion begeistern, der dann ein Mädchen von 5-9 beschenken wollte. Es war gar nicht so leicht Sachen zu finden, die man auch einpacken darf, denn die Zollbestimmungen wissen so manche gute Idee zu vereiteln. Ich hoffe nächstes Jahr denke ich eher an dieses schöne Projekt, auch wenn man Anfang November noch nicht so richtig in der Stimmung für Weihnachtsgeschenke ist. Inzwischen lassen sich auch kleine Berichte dazu online finden, hier mal einer, der vielleicht Lust macht im nächsten Jahr (wieder) mitzumachen…